Erfahrungsbericht Conscious Sexuality Coaching und Bodywork von Susanne
Mit welcher Motivation bist du zum Coaching gekommen?
Ich bin 40 Jahre alt und verheiratet. Das Thema Sexualität war für mich schon immer ein „Thema“ im negativen Sinne. Ich hatte in meiner Jugend mehrere Beziehungen. Am Anfang meiner Beziehungen dachte ich immer: „dieses Mal passt es“. Ich hatte Lust und Sex machte mir Spaß. Mit der Zeit flachte dieses Gefühl ab und Sex wurde für mich immer schlimmer. Mit meinem jetzigen Mann merkte ich, dass sich dasselbe Muster begann abzuspielen. Ich bin glücklich mit ihm, Sex ist für ihn wichtig und ich hatte das Gefühl, dass es mir eigentlich auch wichtig sein könnte und ich mich aber davon „abgeschnitten“ hatte. Ich war bereits vor vielen Jahren bei einer klassischen Sexualtherapie. Außer dem Satz „die Genitalien sind nicht nur zum Waschen da“ ist mir nicht viel hängen geblieben. Ich habe gespürt, dass sich mein Problem nicht mit dem Kopf lösen lässt. Ich meditiere seit ein paar Jahren und habe dadurch einen stärkeren Zugang zu meinem Inneren bekommen. Mir war also klar, dass es einen anderen Weg geben muss, um im Bezug auf meine Sexualität zu mir zurückzufinden.
Ich habe durch meine Mutter Sexualität als etwas Schlechtes erfahren. Sie hatte als ich klein war viele wechselnde Partner und ich habe sie manchmal beim Sex gesehen. Das war für mich bedrohlich. Ab 11 habe ich bei meiner Großmutter gewohnt. Sie war mein Fixstern und gab mir Stabilität. Durch die streng christliche Erziehung habe ich aber den Glaubenssatz verinnerlicht, dass Sex etwas Böses ist und „nur Schaden anrichtet“. Das hat mich dazu gebracht, meine Sexualität in meiner Jugend heimlich auszuleben und ich hatte dabei immer ein schlechtes Gewissen.
Welche Ziele wolltest du für dich erreichen?
Am Anfang wollte ich mich „reparieren“, damit ich in meiner Beziehung wieder richtig „funktioniere“. Little did I know ;). Ich begab mich auf eine Reise zu mir selbst…
Warst Du am Anfang aufgeregt, darüber, was dich erwartet?
Ja sehr! Ich würde sogar sagen, dass ich die ersten drei, vier Male sehr aufgeregt war. Immer vor unseren Treffen. Sobald ich da war, habe ich Marias safe space gespürt und konnte mich dem Prozess hingeben.
Ich hatte Zweifel, ob es einfach wieder eine Sache ist, die ich ausprobiere und die nicht funktioniert.
Hast du mit deinem Lebenspartner darüber gesprochen?
Ja, mein Mann hat Maria im Internet gefunden. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es manchmal schwer ist, den Prozess, den ich innerlich durchlaufe, in Worte zu fassen und mit ihm zu teilen. Nach den ersten Besuchen bei Maria war selbstverständlich seine Neugierde groß und das hat sich für mich wie eine Art Bedrängnis angefühlt. Wir haben dann den Deal gemacht, dass wir erst einmal nicht drüber reden und nur, wenn ich von mir aus auf ihn zukomme. Das hat es für mich deutlich erleichtert und ich kann die Treffen mit Maria erst einmal richtig sacken lassen, bevor ich darüber spreche.
Was hast du gelernt, in Bezug auf deinen Körper und deine Sexualität?
Ich würde es als einen feinen und leisen Prozess beschreiben. Nach und nach fühle ich mich freier, leichter. Ich merke, dass ich mich beim Sex mehr spüre, mehr im Moment da sein kann und viele Glaubenssätze, die mich beschwert haben, in Frieden abgeben kann. Ich spüre, dass da noch mehr ist, das ich mit Freude erkunden mag.
Sex ist für mich dadurch nicht mehr bedrohlich. Mein Körper lässt Berührungen zu und kann sie genießen, wo er vorher verkrampft hat. Ich erlaube mir das erste Mal in meinem Leben meinen Körper zu spüren, mich der Lust hinzugeben, ohne mich dafür im Kopf zu verurteilen. Es tut sich ein innerer Raum auf, zu dem die Verbindung mit der Zeit stärker wird. Selbstberührung ist für mich noch eine Herausforderung. Dennoch habe ich ein liebevolleres Verhältnis zu meinem Körper.
Ich kann Sex genießen, mich hingeben und habe klarere Vorstellungen davon, was „guten Sex“ ausmacht. Es sind nicht irgendwelche wilden Stellungen oder Spielzeuge. Es ist die ECHTE Verbindung.
Kanntest du sinnliche und achtsame Berührung, und was hat sie mit dir gemacht?
Ich kannte diese Art der Berührung vorher nicht. Am Anfang hatte ich das Gefühl, dass es wie ein Overload für mein Nervensystem war. Ich habe im wahrsten Sinne des Wortes „Sternchen gesehen“. Mittlerweile fühlt es sich an wie eine Art „Nach Hause kommen“.
Die echte Verbindung zu meinem Körper nimmt so viel Last und gibt mir auch auf eine Art Frieden.
Hat sich dein Bild, das du über Sexualität hattest, verändert? Wenn ja, inwiefern?
Ja, ich habe erkannt, dass das was ich im Außen über Sexualität gelernt habe (wie sie auszusehen hat, was gut ist, was nicht, ob sie bedrohlich oder schlecht ist, …), nichts mit dem zu tun hat, wie ich sie erlebe oder erleben will. MEINE Sexualität ist ein Weg, den ich gerade erst angefangen habe zu erkunden und der für mich alleine gemacht ist.
Wem würdest du diesen Weg empfehlen?
Eigentlich jedem 🙂 Ich hätte nie gedacht, dass Sexualität der Zugang für mich zu meinem wahren Selbst ist. Diese Erfahrung wünsche ich mir, dass sie jeder machen darf.
Und wie würdest du die Arbeit beschreiben?
Am Anfang war viel Gespräch. Maria hat immer genau, gespürt wozu ich in welchem Moment bereit war. Sie holt einen aus der Komfort-Zone heraus, ohne dabei jemals irgendwelche Grenzen zu verletzen. Ich fühle mich sicher! Maria hilft mir, Gefühle zu formulieren und dadurch zu verstehen. Die sinnliche Berührung ist im wahrsten Sinne des Wortes sinnlich. Sie berührt nicht nur meinen Körper, sondern meine Seele.
Habe ich eine wichtige Frage vergessen?
Abschließend möchte ich sagen, dass es für mich eine heilige Erfahrung ist und ich von Herzen dankbar bin, dass ich diesen Weg mit dir gehen darf. Danke!
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