Sexualität & Trauma Archive - Avada Classic Paarberatung und Bodywork Tue, 01 Apr 2025 09:22:23 +0000 de hourly 1 Erfahrungsbericht Somatic Experiencing und Sexological Bodywork https://www.maeha.de/erfahrungsbericht-trauma-sexualitaet-bella/ Fri, 13 Dec 2024 10:39:31 +0000 https://www.maeha.de/?p=16266 Erfahrungsbericht Somatic Experiencing und Sexological Bodywork von Bella Das sagt eine Klientin zu ihren Erfahrungen mit Somatic Experiencing und Sxological Bodywork Mit welcher Motivation bist du zum Coaching gekommen? Meine sexuelle Reise, verbunden mit Schmerzen, begann mit meinem ersten Frauenarztbesuchs als Teenie. Die Ärztin war sehr grob und es war für mich eine [...]

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Erfahrungsbericht Somatic Experiencing und Sexological Bodywork von Bella

Das sagt eine Klientin zu ihren Erfahrungen mit Somatic Experiencing und Sxological Bodywork

Mit welcher Motivation bist du zum Coaching gekommen?

Meine sexuelle Reise, verbunden mit Schmerzen, begann mit meinem ersten Frauenarztbesuchs als Teenie. Die Ärztin war sehr grob und es war für mich eine extrem schmerzhafte Behandlung. Ich erinnere mich noch, dass ich damals sogar geschrien habe. Ich war viele Jahre danach nicht mehr beim Frauenarzt. Zusätzlich hatte ich im Alter von ca. 12 Jahren einen sexuellen Übergriff von einem Bekannten meines Vaters. Nach einer Party hat er sich zu mir ins Bett gelegt und mir über die Oberschenkel gestrichen. Mehr ist nicht passiert. Aus erwachsener Sicht scheint das nicht so schlimm, allerdings weiß ich heute, dass meine Schmerzen beim Sex, den Grundstein in diesen beiden Erlebnissen hat.

Ich war bei sexuellen Aktivitäten immer sehr zurückhaltend und hatte mein erstes Mal auch sehr spät. Spaß hatte ich nie, egal wie großartig oder trainiert der Mann war. Ich habe Sex immer mit schmerzhaft und nervig verbunden. Das schlimmste war aber, dass ich immer dachte, ich sei unnormal, schließlich dreht sich die ganze Welt um Sex und alle anderen haben ja ach so viel Spaß. Nur bei mir klappt es eben nicht.

Ich hatte mich einige Jahre sehr mit dem Thema beschäftigt und Bücher gelesen, Podcasts gehört, Online-Tools probiert, aber so richtig geändert hat sich nichts. Ich habe weiterhin gedatet und die Männer unter starken Schmerzen eindringen lassen. Später habe ich den Männern erzählt, dass ich Vaginismus habe und Penetration daher sehr schmerzhaft für mich ist. Ob ich tatsächlich Vaginismus hatte, weiß ich ehrlich gesagt nicht, zumindest war es aber immer ein ganz guter Grund, den die Männer auch verstanden haben.

Nachdem mich die ganze Theorie nicht wirklich weitergebracht hat, habe ich eine 1:1 Sexualtherapie gemacht. Ich hatte alle zwei Wochen einen online Call mit der Therapeutin. In der Begleitung ging es viel um Selbstbefriedigung, Fantasie, Gas/Bremse Faktoren etc. Die „große Wolke“ über mir war immer, ich solle mich mehr selber befriedigen. Ich habe das auch wirklich versucht, aber es hat mich total frustriert. Ich hatte erwartet, dass ich innerhalb von fünf Minuten total geil bin und mega viel Spaß habe. So war es aber (natürlich) nicht. Die Therapeutin meinte dann, ich müsse mir mehr Zeit lassen. Also habe ich mich überwunden und 20-30 Minuten geübt. Die Frustration war dann aber noch viel größer, weil wieder „nichts“ passiert ist und ich viel Zeit investiert hatte. Und natürlich war die Motivation für die nächste Selbstbefriedigung noch geringer. Die Therapeutin meinte in meiner letzten Sitzung, dass ich einfach ein Typ bin, der sexuelle Aktivitäten mit Männern üben muss und eben nicht alleine. Das hat mich sehr frustriert und traurig gemacht. Ich dachte mir, welcher Mann hat denn bitte Lust, mit einer Mitte 30-jährigen Petting und andere Aktivitäten aus der Bravo auszuprobieren. In diesem Alter muss man das doch alles können und perfektioniert haben. Ich hatte sowieso schon immer das Gefühl, dass die Männer mit mir im Bett nicht viel anfangen können und es auch für sie eher zu Frust führt. (Exkurs: Ich habe daraufhin einen Onlinekurs zum Thema Penismassage gemacht. Das hat mir tatsächlich sehr geholfen, denn so konnte ich den Männern auch ein bisschen Spaß schenken, ohne dass ich Schmerzen hatte und es nur um Penetration ging. Für mein Selbstbewusstsein hat das enorm geholfen.)

Nach der Sexualtherapie habe ich eine Weile nicht gedatet und mich auch nicht angefasst. Ich hatte einfach keine Lust mehr und war überzeugt, dass es bei mir einfach nie besser wird und ich eben unnormal bleibe.

Als ich wieder mit dem Dating angefangen habe, habe ich einen Mann kennengelernt und wir haben uns öfters getroffen. Mittlerweile konnte ich meinen Beckenboden ganz gut entspannen, sodass Eindringen und Penetration halbwegs gingen. Natürlich hatte ich weiterhin keinen Spaß aber ich dachte, dass es sich bestimmt irgendwann von selbst legen wird. Eines Tages war ich bei dem Mann und bin über Nacht geblieben. Das Vorspiel lief eigentlich immer gleich ab, er hat mir feste in die Brust gegriffen, Zungenkuss und zack eindringen. Ich habe ihm gesagt, dass ich mehr Zeit für das Vorspiel brauche. Er meinte daraufhin, dass wir an dem Tag ja schon viel Zeit miteinander verbracht hatten. Das stimmte auch, wir waren im Museum – ohne Händchen halten, ohne Küssen. Da war mir klar, dass es der falsche Mann für mich war.

Welche Ziele wolltest du für dich erreichen?

Das Gute an dem Mann war, dass mir ein Muster bewusst geworden ist: ich friere bei sexuellen Aktivitäten sehr schnell ein. Ich liege dann richtig passiv neben dem Mann und „lasse alles über mich ergehen“. Und genau dieses Gefühl hatte ich bei dem sexuellen Übergriff aus der Kindheit. Ich habe daraufhin nach Trauma und Sex gegoogelt und bin auf Maria Kehr getroffen. Ursprünglich wollte ich einen Online-Kurs machen (eigentlich ähnlich zu den ganzen Dingen, die ich vorher schon gemacht hatte). Sie meinte aber, für mich wäre eher Körperarbeit geeigneter und ich solle mal vorbeikommen. Und das habe ich gemacht.

Was hast du durch das Sexualcoaching gelernt, in Bezug auf deinen Körper, deine Sexualität, deine Glaubensüberzeugungen, deine Beziehungen, dein Leben im allgemeinen?

Ich habe ihr von dem sexuellen Übergriff erzählt und wir haben dieses Trauma sehr schnell auflösen können. Bereits in der zweiten Sitzung habe ich gemerkt, dass ich aus heutiger Sicht anders auf das Erlebnis blicke und auch nicht mehr einfriere. Im Gegenteil, wenn ich in Gedanken an das Ereignis denke, dann bin ich sehr aktiv und wehre mich. Dadurch bin ich auch bei sexuellen Handlungen mit Männern viel aktiver und friere nicht mehr ein. Auch wenn es nicht zur Penetration kommt, genieße ich die Zweisamkeit heute viel mehr als früher.

Nach der Auflösung meines Traumas, habe ich auch Berührungsarbeit, wie zum Beispiel die Conscious Touch Meditation bei Maria gemacht. Klar, am Anfang ist das schon sehr komisch, aber man gewöhnt sich sehr schnell daran. Ich habe die sinnlichen und leichten Berührungen sehr genossen. Es ist auch nicht wirklich sexuell, sondern eher ein „ich tue etwas gutes für mich“. Und das ist es tatsächlich auch. Ich habe gelernt, dass jede Person anders angefasst werden möchte. Es ist daher auch total normal, dass mein Gegenüber, mich nicht so streichelt, wie ich das gerne hätte. Und das ist auch gar nicht schlimm, denn ich kann mir selber während der Zweisamkeit die Streichungen holen, die ich gerne hätte. Einfach, indem ich meinen Körper entsprechend bewege

Hat sich dein Bild, das du über Sexualität hattest, verändert? Wenn ja, inwiefern?

Seitdem ich bei Maria war, bin ich viel mehr in meinem Körper. Tatsächlich fühle ich mich oftmals auch weiblicher und femininer. Mittlerweile kann ich sogar Penetration mit einem Mann genießen. Darauf bin ich richtig stolz und dankbar.

Was würdest du Betroffenen empfehlen?

  1. Ihr seid total normal: Bei anderen läuft der Sex kein Stück besser. Selbst wenn die Penetration bei denen klappt, genießen sie den Sex meist nicht, sondern fahren „Schema F“ ab.
  2. Kümmert euch: Von alleine wird sich nichts tun. Setzt euch mit dem Thema Sexualität auseinander, reflektiert bisherige Erfahrungen, holt euch Rat.
  3. Theorie ist gut, Praxis ist besser: Das Wissen bringt einem definitiv schon eine Menge, allerdings muss man auch entsprechend üben. Das muss nicht immer das volle Selbstbefriedigungs-Programm sein. Das können auch schon 2 Minuten „den eigenen Arm berühren“ sein.
  4. Persönliche Beratung ist am besten: Natürlich sind Online-Kurse, in denen man anonym bleibt und für sich übt, bequem, machbar und günstiger. Allerdings habe ich die Erfahrung gemacht, dass ein persönlicher Kontakt zu deutlich schnelleren Ergebnissen führt.
  5. Viele Wege führen nach Rom: Bei mir war es unterm Strich eine Kombination aus vielen Techniken, Inhalten, Übungen, Medien etc. die mir weitergeholfen haben. Ihr werdet nicht eines Tages aufwachen und alles ist paletti. Veränderung braucht Zeit
  6. Nicht aufgeben: Der Weg ist das Ziel. Es ist total normal, dass es eine Weile dauert, bis man an sexuellen Handlungen (alleine oder mit Partner) Spaß empfindet. Früher war ich immer sehr frustriert, weil nichts passiert ist. Heute denke ich mir, immerhin habe ich mich fünf Minuten berührt. Das ist doch toll. Der Rest kommt schon noch.
  7. Macht euch keinen Druck und genießt die Reise. Ihr werdet dadurch auch persönlich sehr wachsen und reifen. Und eines Tages kommen alle „ach die haben so viel Spaß Frauen“ zu euch und fragen um Rat oder erzählen von ihren sexuellen Frustrationen.

Erfahre mehr über Sexological Bodywork und die Methode Somatic Experiencing.

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Erfahrungsbericht Sexualcoaching https://www.maeha.de/erfahrungsbericht-sexual-coaching-klara/ Thu, 14 Mar 2024 14:34:26 +0000 https://www.maeha.de/?p=15880 Erfahrungsbericht Sexualcoaching von Klara Wie bist Du auf MAÉHA aufmerksam geworden? Über eine Google Suche, ausschlaggebend war dann für mich, dass MAÉHA in München ist und Sessions nicht nur online waren. Mit welcher Motivation bist du zum Sexualcoaching gekommen? Ich wollte vor allem mehr über mich selbst herausfinden und verstehen, wie ich [...]

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Erfahrungsbericht Sexualcoaching von Klara

Wie bist Du auf MAÉHA aufmerksam geworden?

Über eine Google Suche, ausschlaggebend war dann für mich, dass MAÉHA in München ist und Sessions nicht nur online waren.

Mit welcher Motivation bist du zum Sexualcoaching gekommen?

Ich wollte vor allem mehr über mich selbst herausfinden und verstehen, wie ich „ticke“. Initial war das für mich vor allem auf körperlicher Ebene, im Laufe des Coachings habe ich aber gemerkt, dass es für mich viel mehr um die emotional-mentale Ebene geht und dass ich erstmal diese erkunden muss, bevor ich weiter gehe.

Welche Ziele wolltest du für dich erreichen?

Mein größtes Ziel war besseres sexuelles Erleben und das Verstehen von mir selbst in diesen. Das war nach dem Coaching definitiv der Fall.

Warst du am Anfang aufgeregt, was dich erwartet und wie das so wird?

Ich war schon ein bisschen aufgeregt und habe mich im Internet viel informiert, wie ein „Sexualcoaching“ aussehen kann. Ich habe trotzdem versucht offen zu bleiben und mir nicht zu viele Gedanken im Vorhinein zu machen. Nach dem ersten Gespräch mit Maria war mir aber schon klar, dass ich mich entspannen kann und ich nur so weit gehen kann, wie ich möchte.

Hast du mit deinem Lebenspartner darüber gesprochen? Wenn ja, welche Erfahrungen hast du gemacht.

Ja, ich habe mit meinem Partner darüber gesprochen. Insbesondere weil wir das gemeinsame Ziel hatten ein besseres sexuelles Erleben zu kultivieren und auf einer tieferen Ebene zu begegnen. Das hat mich dann bestärkt das Thema mit jemanden Professionellen anzugehen. Auch über die Monate habe ich meinem Partner von den Sessions erzählt und was ich dadurch erlebe, er hat es immer sehr positiv aufgenommen und mich bestärkt.

Was hast du durch das Sexualcoaching gelernt, in Bezug auf deinen Körper, deine Sexualität, deine Glaubensüberzeugungen, deine Beziehungen, dein Leben im allgemeinen?

Das Coaching war super! Maria ist sehr einfühlsam und feinfühlig, ich habe mich zu jedem Zeitpunkt mehr als Wohl gefühlt. Meine größte Lernerfahrung ist die Erkenntnis, dass wir alle eigentlich wissen, was uns und unserem Körper gut tut – in egal welcher Beziehung. Durch das Beobachten von mir selbst, der Wahrnehmung von Emotionen und Empfindungen habe ich eine tiefere Beziehung zu meinem Körper entwickelt. Ich habe gelernt, wie wichtig es ist darauf zu hören und sich seiner Bedürfnisse bewusst zu werden. Das es der erste Schritt zu einem selbstbestimmteren Leben ist.
Ich begreife jetzt, dass es das eine „Normal“ nicht gibt und ich auch nicht zwanghaft in bestimmte Verhaltensweisen oder Charakteristiken passen muss. Das Coaching hat mir gezeigt, wie schön Selbstakzeptanz sein kann.
im Vergleich zu vor dem Coaching bin ich deutlich ausgeglichener und weiß, wie ich mit Stress besser umgehen kann. Natürlich ist es ein Lernprozess, aber durch Maria habe ich verstanden, wie ich diese neu gefundene Resilienz in meinem Leben kultivieren kann. Dieser Prozess hält natürlich weiterhin an, durch die Einführung durch das Coaching aber sehr angenehm. Ich war zu keiner Zeit überfordert oder habe mich unwohl gefühlt.

Hat sich dein Bild, das du über Sexualität hattest, verändert? Wenn ja, inwiefern?

Das Bild, was ich von Sexualität hatte, hat sich meiner Meinung nach zum Positiven verändert. Für mich ist Sexualität mehr und mehr ein Mittel für emotionale Verbindung und Bedürfnisse geworden und weniger etwas rein Körperliches. Das hat mir auch gezeigt aus welchen Gründen ich Sexualität mit meinem Partner lebe und wie wir diese bestmöglich pflegen können.

Wem würdest du Sexualcoaching empfehlen?

Jedem, der Interesse daran hat sich Selbst und Sexualität auf einer neuen Ebene zu erfahren. Ich glaube es ist essentiell, dass Neugierde und Unvoreingenommenheit besteht. Dann findet man auf jeden Fall vieles über sich heraus.

Und wie würdest du die Arbeit beschreiben?

Die Arbeit an sich ist sehr angenehm und entspannend. Marias tolle Art erlaubt es einem Loszulassen und neue Dinge über sich selbst herauszufinden. Es ist zu keiner Zeit negativ oder urteilend gewesen. Ich konnte mir immer sagen, wenn mir etwas zu viel war oder ich mir etwas anderes gewünscht habe.

Erfahre mehr über Sexualcoaching und die Methode Somatic Experiencing.

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Erfahrungsbericht Sexological & Tantric Bodywork von David https://www.maeha.de/erfahrungsbericht-sexological-und-tantric-bodywork-david/ Sun, 02 Jan 2022 14:33:05 +0000 https://www.maeha.de/?p=14878 Erfahrungsbericht Sexological & Tantric Bodywork von David Das sagt ein Teilnehmer zu seinen Erfahrungen mit Sexological & Tantric Bodywork und Somatic Experiencing Wie bist Du auf MAÉHA aufmerksam geworden? Vorweg zu meiner Person: Ich bin ein 57-jähriger Mann, glücklich verheiratet und Vater einer erwachsenen Tochter. Generell gesehen befinde ich mich mit meinem bisherigen [...]

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Erfahrungsbericht Sexological & Tantric Bodywork von David

Das sagt ein Teilnehmer zu seinen Erfahrungen mit Sexological & Tantric Bodywork und Somatic Experiencing

Wie bist Du auf MAÉHA aufmerksam geworden?

Vorweg zu meiner Person: Ich bin ein 57-jähriger Mann, glücklich verheiratet und Vater einer erwachsenen Tochter.

Generell gesehen befinde ich mich mit meinem bisherigen Lebensverlauf in persönlicher und beruflicher Weise in gutem Einklang.

Ich war auf meiner langen Suche nach mehr sexueller Erfüllung und dadurch erhoffter erhöhter Zufriedenheit. Ich hatte vielen Versuche des Ausprobierens aller erdenklichen erotischen Spielwiesen, welche letztendlich für mich alle nicht wirklich zum gewünschten Ziel führten. Dann hat mir ein Bekannter geraten bei Maria mein Glück zu versuchen.

Ich zögerte hierbei relativ lange. Da ich keine neue Abhängigkeit von einem Psycho- oder Esoterik-Experten suchte, dem ich nach meist anfänglich zwar interessanten, aber dann doch nachfolgend monatelangen zähen Sitzungen wieder unbefriedigt absagen musste. Ich hatte zum damaligen Zeitpunkt bereits mehrere solcher für mich nicht wirklich wachstumsbringenden Erfahrungen hinter mir.

Bei all diesen vorherigen Erfahrungen mit sogenannten Coaches wurde zwar meist viel geredet, aber in Retrospektive war ich über die für mich mangelnde Rückmeldung immer wieder erneut enttäuscht (meist war ich der Redende und ich hatte zwar einen guten Zuhörer, aber das Feedback war mir zu gering und zudem genügte mir die rein verbale Kommunikation nicht).

Mit welcher Motivation bist Du zur Körperarbeit gekommen?

Nachdem ich die Internetpräsenz von MAÉHA im Vorfeld eingehend und mehrfach besuchte, war dann doch meine Neugier geweckt. Ich hatte das Gefühl, dass sich hier eventuell tatsächlich jemand fundiert der Thematik annehmen könnte, meinen Körper besser mit meinem Geist zu verbinden und mein „inneres System“ etwas zu beruhigen. Mir war schon seit längerem klar, dass in diesen Bereichen für mich noch viele Optimierungsmöglichkeiten versteckt sind. Bisher konnte ich aber nie jemand finden, welcher sich diesen Themen wirklich annimmt und zu dem ich die dafür notwendige Vertrauensbasis aufbauen konnte.

Welche Ziele wolltest Du für Dich erreichen?

Die Ziele an sich waren für mich nicht wirklich definierbar. Trotz eines bisher erlebten weiten Spektrums der Sexualität habe ich kontinuierlich einen qualitativen (nicht quantitativen) Mangel gespürt. Ich hatte das Gefühl in sexuellen Angelegenheiten nicht wirklich bei mir zu sein. Ich war im Leistungsstress damit, gereizt, nicht im Reinen mit mir und somit letztendlich damit nicht wirklich glücklich.

Warst Du am Anfang aufgeregt, darüber, was Dich erwartet und wie das so wird?

Im Nachhinein denke ich, dass ich wenig bis gar nicht aufgeregt war. Wahrscheinlich hatte ich auch nicht wirklich eine allzu große Erwartungshaltung. Aber ich war es mir selbst wert einen weiteren Versuch zu wagen. Und die Vorzeichen sahen schon mal ganz gut aus. Da ich zum einen durch meinen Bekannten eine gute Referenz hatte und zum anderen die bereits im Internet gefundenen Informationen über MAÉHA auf eine tatsächliche Möglichkeit der Hilfe für mich hoffen ließen.

Welche inneren Vorbehalte hattest Du?

Bei meinen bisherigen Erfahrungen mit Coaches, also vor meiner wunderschönen, heilsamen gemeinsamen Zeit mit Maria, kam ich oft relativ schnell an einen Punkt, an dem ich das Gefühl hatte durch die Sitzungen nicht weiterzukommen und meine Zeit, Energie und finanzielle Aufwendungen damit, nicht wirklich sinnvoll und gewinnbringend für mich einzusetzen. Ab diesem Moment waren die Sitzungen eine Qual. Der Moment dieses Gefühl meinem Gegenüber auszudrücken und die Beziehung auf eigenen Wunsch wieder zu lösen, war immer schwierig für mich und ich scheute mich davor dies nach kurzer Zeit ein weiteres Mal machen zu müssen, falls keine Vertrauensbasis geschaffen werden konnte und ich für mich keine Erfolge bzw. Heilung erkennen konnte.

Hast Du mit Deiner Lebenspartnerin darüber gesprochen? Wenn ja, welche Erfahrungen hast Du gemacht. Und wenn nein, wieso hast Du Dich dafür entschieden?

Im Vorfeld habe ich mit meiner Frau nicht über mein Vorhaben gesprochen, mit Maria in Kommunikation zu treten. Allerdings haben meine Frau und ich unsere manchmal doch sehr unterschiedlichen Vorstellungen von Sexualität in unserem fast 30-jährigen Zusammensein immer relativ offen miteinander besprochen. Es stellte für meine Frau keine besondere Schwierigkeit dar, wenn ich mit meinem Anliegen einen zusätzlichen Kommunikationspartner suche.

Nachdem ich jedoch nach wenigen Sitzungen erkannt hatte, dass ich in Maria eine für mich unglaublich bereichernde Möglichkeit gefunden habe, welche mir gänzlich neue Wege aufzeigen konnte/kann in meinem Leben glücklicher und erfüllter zu werden, war mir klar, dass ich meine Frau mit einbinden möchte. Meine Frau hat daraufhin sehr schnell erkannt, dass für mich die Kommunikation mit Maria sehr wohltuend und bereichernd ist und sie selbst und auch mein zwischenmenschliches Umfeld davon in hohem Maß partizipieren kann. Es war und ist für mich sehr schön von vielen Seiten zu hören, dass ich seit ich Maria kennenlernen durfte, anscheinend mein Umgang mit meinem Umfeld deutlich sanfter und gelassener wurde. Auch ist für mich sehr schön zu spüren, dass ich von meiner Frau die Zustimmung erhalte, die Arbeit mit Maria weiterhin aufrecht zu halten und es von ihr sogar gewünscht ist. Es fühlt sich für mich beruhigend an hier keinerlei Eifersucht von Seiten meiner Frau zu erkennen und offen mit Ihr darüber reden zu können.

Konntest Du im Verlauf der Sitzungen mit deiner Partner:in darüber sprechen?

Meine Frau und ich reden regelmäßig (aber nicht zwingend) nach meinen Sitzungen und ich versuche (ganz langsam und ohne Druck) das bei Maria erlangte neue Wissen in meine Beziehung zu meiner Frau einfließen zu lassen.

Was hast Du bereits für Erfahrungen gemacht? Was hast Du gelernt, in Bezug auf Deinen Körper, Deine Sexualität, Deine Glaubensüberzeugungen, Deine Beziehungen, Dein Leben im Allgemeinen?

Es ist schwer für mich die bisherigen Erfahrungen mit Maria in Worte zu fassen – alles was ich definitiv weiß ist, dass ich bei / mit Maria schon so unglaublich viel Neues an positivem Wissen und Erfahrungen mitgenommen habe. Ich staune bei jeder Sitzung aufs Neue, dass es immer wieder einen „Wow“ – Effekt bei mir gibt. Endlich lösen sich meine geistigen und körperlichen Blockaden. Es ist für mich unbeschreiblich schön, wie Maria mit mir umgeht und ich das Gefühl habe einfach so sein zu dürfen, wie ich bin oder mich gerade fühle – ohne „Wenn und Aber“. Die Arbeit mit Maria ist so wohltuend angenehm und jedes Mal eine neue Oase zum Auftanken von positiver Lebensenergie für mich.

Die gemeinsame Zeit mit Maria wirkt wie Balsam auf meine Seele.

Auch wenn ich nach einer Sitzung des Öfteren etwas erschöpft und müde bin, so fühle ich mich gleichzeitig vollkommen sorgenfrei und glücklich und erkenne das eigentliche Leben und meinen Platz darin.

Wie würdest Du Deinen Entwicklungsprozess beschreiben?

Positiv und in gesunder Weise süchtig nach mehr;-).

Hat sich Dein Bild, das Du über Sexualität hattest, verändert? Wenn ja, inwiefern?

Ja, definitiv. Ich spüre, dass ich deutlich freier von selbst auferlegten Zwängen werde. Auch erkenne ich, dass ich bisher immer glaubte mich gut bzgl. Sexualität verbal ausdrücken zu können, aber ich denke, dass ich mich darin getäuscht habe und es eine deutlich freiere, zwanglosere, offenere und tiefere Art der verbalen und nonverbalen Kommunikation über Sexualität gibt.

Wem würdest Du diese Arbeit empfehlen?

Ich würde diese Arbeit jedem empfehlen der sich aus freien Stücken auf seine innere Reise begeben möchte, sein Menschsein und seine damit verbundene Sexualität mit neuen Augen zu entdecken und zu genießen.

Und wie würdest Du die Arbeit beschreiben?

Aus der Sicht des Sitzungsnehmenden einfach unglaublich schön, beruhigend und bereichernd. Das Wissen, die Offenheit, die Feinfühligkeit und Wärme, welche Maria mir entgegenbringt, ist für mich wunderbar wohltuend und heilend.

Habe ich eine wichtige Frage vergessen?

Aus meiner Sicht nicht;-). Ich freue mich auf unser nächstes Treffen, liebe Maria, mein Engel.

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Arbeit mit Folgen von sexuellem Trauma https://www.maeha.de/arbeit-mit-sexuellem-trauma/ Sun, 02 Jan 2022 14:02:58 +0000 https://www.maeha.de/?p=14871 Arbeit mit Traumafolgen, die sexuelle Lust einschränken und zu sexuellen Schwierigkeiten führen. Eine sexuelle Biografie verläuft meist nicht ohne belastende oder schambesetzte Erfahrungen. Daher ist es wichtig, sich auch dem negativen Potenzial der Sexualität zu widmen. In der Sexualität geht es darum, sich fallen zu lassen, sich anzuvertrauen und sich voll und ganz hinzugeben. [...]

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Arbeit mit Traumafolgen, die sexuelle Lust einschränken und zu sexuellen Schwierigkeiten führen.

Eine sexuelle Biografie verläuft meist nicht ohne belastende oder schambesetzte Erfahrungen. Daher ist es wichtig, sich auch dem negativen Potenzial der Sexualität zu widmen.

In der Sexualität geht es darum, sich fallen zu lassen, sich anzuvertrauen und sich voll und ganz hinzugeben. Das ist nur mit einem befreiten Körper und Geist möglich. Sexualität bereitet dir nur dann Freude, wenn du dich vollkommen gut und sicher fühlst. Deine Emotionen und Körperempfindungen müssen dafür kongruent sein.

Daher ist es entscheidend belastende oder traumatische Erfahrungen in Bezug auf deinen Körper und deine Sexualität aufzulösen. Nur so kannst du mit einem sicheren Körpergefühl in die Begegnung mit dir Selbst und einem Gegenüber gehen.

In den meisten Fällen, nicht nur bei Menschen mit traumatischen Erfahrungen, beginnt die Begegnung mit ihrer individuellen Sexualität damit, dass sie mit ihren unverarbeiteten Erlebnissen konfrontiert werden – bewusst und unbewusst. Denn diese Erlebnisse haben großen Einfluss auf deine Fähigkeit Sinnlichkeit und Sexualität zu genießen. Diese Erlebnisse sind wichtige Wegweiser für dich. Denn es gilt herauszufinden, wann genau es an Sicherheit und Vertrauen fehlt, um sich ganz fallen zu lassen?

Gefühl von Sicherheit und Vertrauen im Körper

Ein Gefühl von Sicherheit und Vertrauen im Körper zu erleben, ist bereits für einen nicht-traumatisierten Menschen nicht ganz leicht zu erreichen. Ein mangelnder Selbstwert oder falsche Glaubensüberzeugungen sind oft schon ausreichend. Sie sorgen für Anspannung und Stress, so dass dein Körper chronisch verspannt wird und nicht mehr richtig loslässt. Liegt eine traumatische Erfahrung vor, dann ist ein Sicherheitsgefühl im Körper meist nicht mehr verfügbar.

Zusätzlich steht unser Körperbild gesellschaftlich unter hohem Druck. Der gewünschte Grad an körperlicher Perfektion in Bezug auf das Aussehen ist nahezu für niemanden erreichbar und wenn nur mit hohem Aufwand, welcher wiederum Stress erzeugt.

An erster Stelle steht also die uneingeschränkte Selbstakzeptanz. Du darfst verstehen wie Sicherheit und Vertrauen entsteht und wie du für Sicherheit und Vertrauen sorgen kannst. Denn hohe sexuelle Zustände sind ohne die vollständige Annahme deines Körpers und das Vertrauen in dich und andere nicht möglich.

Sexuelles Trauma ist allgegenwärtig

Viele Missbräuche passieren bereits in der Kindheit oder Jugend, aber natürlich auch im Erwachsenenalter. Sexuelles Trauma ist allgegenwärtig. Auch wenn manche Menschen einen Übergriff nicht selbst erleben, stehen Ihnen Freunde oder Familienmitglieder nahe, die sexuell missbraucht wurden. Es kommt zusätzlich vor, dass Menschen Missbrauch nicht selbst erlebt haben, jedoch ihre Eltern oder Großeltern. Der entstandene körperliche, emotionale und mentale Stress kann auch transgenerational an nachfolgende Familienmitglieder weitergegeben werden.

Trauma wird im Körper gespeichert

Sexuelles Trauma trifft einen Menschen im tiefsten Kern und nimmt dem Menschen das Gefühl im eigenen Körper sicher zu sein. Die Möglichkeit anderen Menschen zu vertrauen wird durch sexuelles Trauma von Grund auf erschüttert.

Der menschliche Körper reagiert auf Gefahr mit den Reaktionen Kampf, Flucht oder Starre. Mit diesen Reaktionen versucht er der Bedrohung und dem Schmerz zu entkommen. Wenn die Intensität des Erlebens zu stark wird, checkt dein Körper aus, er dissoziiert. Er macht das, um überwältigende Gefühle und Wahrnehmungen nicht mehr empfinden zu müssen.

Diese Antwort auf zu intensive, negative Erfahrungen läuft unbewusst und automatisch ab. Wenn du außerhalb der Gefahr bist, kann dein Organismus im Normalfall wieder selbstständig zu einem Sicherheitsgefühl zurückfinden. Sind die Erlebnisse aber zu viel, zu plötzlich oder zu intensiv gewesen und du wirst danach nicht ausreichend aufgefangen, dann bleibt dein Nervensystem in der jeweiligen Abwehrreaktion hängen. Du bleibst zurück in einem Zustand des ständigen Alarms, der Anspannung oder Dissoziation. Und du wartest unbewusst immer auf den nächsten Angriff, obwohl die Gefahr bereits vorüber ist. Auch wenn du im Kopf schon längst über das Erlebnis hinweg scheinst, kann die im Körper gespeicherte Ladung und die jeweilige automatische Reaktion des Nervensystems noch für Jahre oder ein Leben lang im Körper gespeichert bleiben.

Folgen von sexuellem Trauma

Überlebende von sexuellem Trauma müssen mit den unterschiedlichsten sexuellen Folgen leben. Auf die körperlichen Reaktionsmuster, die durch frühere traumatische Erfahrungen entstanden sind, eine vertrauensvolle Sexualität aufzubauen, ist häufig kaum mehr möglich. Ihnen fehlen die Grundvoraussetzungen für Vertrauen, Intimität und Hingabe.

Wenn du körperlichen Missbrauch erlebt hast, kann es sein, dass deine Körperempfindungen während dem Sex einfach abgedreht sind und du „nichts spürst“ oder dass du vielleicht gar nicht „anwesend“ bist. Es kann sein, dass du beginnst deinen Körper oder deine Sexualität zu verneinen oder sogar zu hassen. Es gelingt dir wahrscheinlich nicht mehr deine Partner:innen an dich heranzulassen und ihnen zu vertrauen. Meist ist dieser Mechanismus während der Kennenlernphase nicht so stark, weil alle Kräfte mobilisiert werden, um den Partner/die Partnerin zu gewinnen. Womöglich schaffst du es am Anfang der Beziehung, aber im Laufe der Zeit ist der Einfluss der Verletzungen stärker. Es ist wahrscheinlich, dass für dich die Unterscheidung zwischen Sexualpartner:in und Täter:in verschwimmt und in der Begegnung die alten Emotionen zurück kommen.

Oder es kommt zu Flashbacks. Das bedeutet, dass die Bilder, Emotionen oder Wahrnehmungen zurückkehren, die während des Übergriffs da waren, ganz so als wären sie real.

Darüberhinaus fühlen sich Opfer schuldig. Wenn du als Opfer eines sexuellen Missbrauchs sexuelle Erregung während des Übergriffs empfindest, dann ist das Gefühlschaos im Anschluss besonders groß. Denn dein Körper reagiert auf bestimmte Stimulation mit Erregung, unabhängig davon, ob die Begegnung einen Übergriff für dich darstellt oder einvernehmlich geschieht. Im Allgemeinen ist dein Erleben stark eingetrübt und du kannst oft nicht begreifen, warum das so ist.

Auflösung von sexuellem Trauma

Die Herausforderung mit der Sexualität ist, dass du Sexualität über den Körper erlebst. Wenn dein körperliches Erleben getrübt ist, dann kann sich Sinnlichkeit, Intimität und Lust nicht entfalten. Die sinnlich-sexuelle Verkörperung ist das große Thema bei sexuellem Trauma. Denn es ist nicht mehr möglich den eignen Körper zu bewohnen oder anwesend und verbunden zu bleiben, mit den eigenen Empfindungen und denen des Gegenübers. Genau in der sinnlichen Begegnung wirst du wieder konfrontiert mit deinen Erinnerungen. In die sinnliche-sexuelle Verkörperung zurückzukehren, bedeutet diesen Themen wieder zu begegnen.

Viel zu viele Menschen haben Sex und checken dabei körperlich und geistig aus. Wie bereits oben erwähnt, benötigst du für wirklich guten Sex jedoch das Gefühl von Sicherheit und Entspannung im Körper. Und du solltest in der Lage sein, im Körper präsent zu bleiben.

Sexuelles Trauma beeinträchtigt das Lustempfinden

Wie sich Missbrauch auf das Lustempfinden einer Person auswirken kann, ist sehr unterschiedlich. Es ist leicht nachvollziehbar, dass Missbrauch oder Trauma ein Gefühl des Misstrauens gegenüber Menschen oder Berührungen hervorruft und die Angst hinterlässt, erneut verletzt zu werden. Trauma und sexueller Missbrauch können aber auch ein Misstrauen gegenüber dem Lustempfinden an sich hinterlassen.

Überlebende von sexuellem Trauma reagieren sehr unterschiedlich auf Lust. Im Folgenden findest du typische Erfahrungen, die Überlebende machen können.

  • Sexuelles Vergnügen löst Schuld- und Schamgefühle aus.
  • Sexualität wird als schmutzig oder schlecht empfunden und hinterlässt das Gefühl als stimme etwas nicht mit einem selbst.
  • Es kann einfacher sein, sexuelle Lust mit jemandem zuzulassen, dem man emotional nicht nahe ist.
  • Sexuelle Lust kann die Gefühle und Empfindungen (Angst, Panik, Hilflosigkeit, Schmerz, Wut oder den Wunsch zu verschwinden), die während des Missbrauchs da waren wieder auslösen.
  • Vergnügen kann das Gefühl von Gefahr hervorrufen oder die Notwendigkeit, übermäßig wachsam zu sein: „Wenn ich mir diese Gefühle erlaube, wird etwas Schlimmes passieren!
  • Sex zu mögen, kann die Reaktion hervorrufen, sich als Täter oder Egoist zu fühlen: „Wenn mir das so gefällt, muss ich wie sie sein.
  • Sexuelle Aktivität kann die Bedeutung haben, benutzt zu werden oder für den anderen etwas leisten zu müssen.
  • Lustempfinden jeglicher Art kann das Gefühl hervorrufen, es nicht zu verdienen, ganz so als ob man selbst kein Vergnügen haben dürfte, während es für andere in Ordnung ist.

Die Auswirkungen von Trauma sind wie ein Netzwerk aus völlig verdrehten Verbindungen: Freude kann Angst, Scham oder Hilflosigkeit bedeuten. Ein Lustempfinden auf der körperlichen Ebene ist aber dennoch da, was die emotionale Situation noch komplizierter und verwirrender macht. Hast du solche Empfindungen auch bei dir beobachtet? Dann stehst du damit nicht allein.

Lust- und Schutzreaktionen laufen gleichzeitig ab

Biologisch betrachtet reagiert dein Körper automatisch. Wenn die Berührung erwünscht und sicher ist, ist das perfekt. Im Falle von sexuellem Missbrauch kann die automatische Reaktion aber bis zum Orgasmus führen, auch wenn die Berührung nicht gewollt war.

Dein mentales/emotionales Erleben ist dann nicht im Einklang mit deiner physiologischen Reaktion. Deine Lust- als auch die Schutzreaktionen laufen damit gleichzeitig ab. Die dabei entstehenden Verknüpfungen im Gehirn bilden ein Netzwerk aus völlig verdrehten Verbindungen.

Unverarbeitete Wunden lösen, um lustvollen Sex zu erleben

Die durch das posttraumatische Netzwerk resultierende Gefühle hören sich oft so an: „ich kann es nicht ertragen, in deiner Nähe zu sein, aber ich brauche dich; Ich hasse dich, aber ich will dich; geh weg von mir, aber ich brauche dich“. Diese wiedersprechenden Gefühle sind nicht nur sehr verwirrend für die Betroffenen selbst, sondern auch für ihre Partner:innen. Selbstschutz und normale Reaktionen auf Lust sind ungesund verschalten und führen zu inneren und äußeren Konflikten.

Die durch den Missbrauch entstandenen Wunden finden bei jeder Gelegenheit einen Weg, um Aufmerksamkeit zu erlangen. Und wenn du sie erfolgreich verdrängst, dann suchen sie sich ein anders Ventil und führen zu Schwierigkeiten im Job, in Bezug auf deine Gesundheit oder in deinen Beziehungen.

Störungen, die im Zusammenhang mit Lustempfinden und Lebenskraft/-willen in dir auftauchen, können Überbleibsel des Missbrauchs sein, die in deinem Körper, deinem Geist und deinen Gefühlen zurückgeblieben sind. Diese automatischen Reaktionen brauchen deine Aufmerksamkeit und Selbstheilung. Sie zu ignorieren oder zu versuchen, sie zu unterdrücken, macht sie in der Regel stärker. Und mit diesen unverarbeiteten Wunden erfolgreich lustvollen Sex zu haben, ist nicht möglich.

Die Selbstheilung von sexuellem Trauma beginnen

Wenn du offene Wunden in dir wahrnimmst, dann kannst du etwas für dich tun, indem du dich ihnen zuwendest. Wende dich gerade nicht von ihnen ab, sondern sprich oder schreibe darüber. Es ist sehr wichtig, dass du dich mit ihnen physiologisch auseinandersetzt, denn diese automatischen Reaktionen sind im Körper gespeichert und über ihn besonders gut zugänglich. Ein körperorientierter Ansatz macht es möglich deine Reaktionen auf Lustempfinden wieder neu zu verdrahten.

Was bedeutet das für deinen Selbstheilungsweg? Beziehe deinen Körper als einen zentralen Aspekt deiner Heilung mit ein, zum Beispiel durch körperorientierte Ansätze, wie Somatic Experiencing oder qualifizierte Körperarbeit wie Sexological Bodywork.

Schritt für Schritt zurück zum sinnlich-sexuellen Genuss

Auf dem Selbstheilungsweg ist es gut klein anzufangen. Das bedeutet zunächst deine Sinne wieder mehr für Genuss zu öffnen und dadurch das Netzwerk wieder neu zu verknüpfen, in dem es realisieren darf, dass nichts Schlimmes passiert. Erste Schritte könnten sein, Wind, Wasser oder Sonne auf der Haut zu spüren. Oder du nimmst bewusst wahr, wie es ist etwas Wohlschmeckendes zu Essen. Es geht im weitesten Sinne darum, in kleinen Schritten Lust und Wohlbefinden am Körper wahrzunehmen und wieder zuzulassen.

Die meisten Menschen wollen diese kleinen Schritte auslassen, da es ihnen nicht schnell genug gehen kann. Aber erst, wenn es dir bei den kleinen Freuden gelingt, wenn du deine Grenzen konsequent einhältst und wenn du es für dich allein kannst, bist du in der Lage weiterzugehen. Ein nächster Schritt könnte Hände halten, Streicheln oder eine Umarmung sein und erst viel später die sinnlich-sexuelle Begegnung zu zweit.

Auf dem Weg dorthin sind viele kleine Schritte zu gehen, denn deine Grenzen lassen sich nur in diesen kleinen sicheren Einheiten nachhaltig erweitern. Aber! Dieser Weg macht vom ersten Moment an Freude und führt zur erfolgreichen Neuverhandlung der belastenden automatischen Reaktionen. Nimm dir also Zeit und lerne in kleinen Schritten, um das Große und gefühlt Unerreichbare zu erreichen.

Erste Schritte für die Trauma-Integration

In der Arbeit mit sexuellem Trauma kann dir ein körperorientierter Ansatz helfen den im Körper gespeicherten posttraumatischen Stress wieder zu entladen und aus der Dissoziation heraus zu kommen.

Die traumatischen Erlebnisse sorgen dafür, dass dein Leben außerhalb des Körper und außerhalb deiner Körperempfindungen stattfindet. In der Arbeit mit Trauma begegnest du den Emotionen und dem Einfluss des Traumas in ganz kleinen Schnitten, so dass du immer selbstwirksam und sicher bist. Nach und nach lernst du die eigenen Körperempfindungen wieder zuzulassen und wahrzunehmen. Auf diese Weise können die negativen Erfahrungen bearbeitet und aus dem Körpergedächtnis gelöscht werden, ohne das Erlebtes stets neu durchlebt werden muss.

Bei einem körperorientierten Ansatz mit Bodywork, kannst du positives Erleben im Körper außerdem durch neue sichere und achtsame Berührung nachholen. Dein Körper kommt behutsam aus seiner Panzerung heraus und kann sich wieder lebendig und wohl fühlen.

Somatic Experiencing oder Sexological Bodywork arbeitet mit dem Einfluss, den das Trauma auf den Körper hat. Die automatischen Antworten des Körpers, die durch das Trauma im Körper gespeichert wurden, werden komplettiert und integriert.

Schritt 1 – Im Körper wieder sicher fühlen

Wie erreichst du das Gefühl von Sicherheit im Körper? Als erstes geht es darum, wieder sichere Inseln in deinem Körper zu finden, die frei von Stress sind. Dazu entwickelst du die passenden Ressourcen für dich, die auf der körperlichen Ebene gute Gefühle einladen und eine stabile Basis entstehen lassen.
Wenn dir in deinem Körper wieder eine Wohlfühlzone zur Verfügung steht, zu der du jederzeit zurückkehren kannst, dann kannst du von einem sicheren Bereich aus, die zurückliegenden traumatischen Erfahrungen anschauen und bearbeiten.

Am wichtigsten ist es, sichere Zonen im Körper zu finden, sie zu stabilisieren und auszudehnen, so dass du immer wieder selbstständig zu Sicherheit und Vertrauen finden kannst. Das führt dich in die Selbstbestimmung, denn du installierst die Sicherheit, dass du aus eigener Kraft, zu jedem Zeitpunkt gut für dich sorgen kannst.

Schritt 2 – Mehr über Sexualität lernen

Ein weiterer wichtiger Schritt Richtung Vertrauen in dich und deinen Körper ist, dich im Bereich Sexualität fortzubilden. Die meisten von uns lernen Sex mit Gleichaltrigen oder ähnlich Unerfahrenen. Vieles, was du über Sex gelernt hast, setzt sich nicht nur aus guten, sondern aus zahlreichen schlechten Erfahrungen zusammen. Deshalb ist es wichtig, deinen Wissensrückstand auszugleichen und in Büchern, Kursen, Workshops oder Coaching mehr zu lernen. Sexualität, die sich nicht gut anfühlt, ist dann kein Thema mehr, denn Du weißt, worauf es wirklich ankommt. Du hast erlernt, wie du deine Sinnlichkeit voll entfalten kannst und hast erlebt, wie sich das anfühlt.

Schritt 3 – Sinnlichkeit praktizieren

Ein Missbrauch lehrt dich, deinen Körper oder deine Sexualität nur noch zu ertragen oder jemand anderem aus Liebe zur Verfügung zu stellen. Deshalb lernst du auf dem Weg der sexuellen Selbstheilung, Lust zuzulassen und diese auch zu genießen.

Dafür ist es wichtig Sinnlichkeit zu Praktizieren und dabei Lust wieder allmählich zuzulassen. Du wirst deine Fähigkeit zurückerobern, in der Gegenwart einer anderen Person wieder Lust und Nähe zu empfinden und beides zu genießen. Für dein sexuelles Wohlbefinden wirst du deine „Toleranz“ für Nähe zu dir selbst und anderen zurückgewinnen. Sich selbst wieder lieben zu lernen wird dabei der erste Schritt sein und das Erlernen von Sinnlichkeit mit einem Gegenüber der zweite.

Schritt 4 – Sexuelle Auslöser überwinden

Viele Überlebende eines sexuellen Traumas werden beim Sex von den vergangenen Erfahrungen, Gefühlen und Erinnerungen eingeholt. Verständlicherweise versuchen viele die Auslöser zu vermeiden, indem sie ihre Sexualität, die sie auslöst, meiden. Dadurch entstehen aber zusätzliche Probleme. Denn wenn du die Stress auslösenden Erlebnisse vermeidest, wird dein Spielraum in Bezug auf deine Sexualität immer kleiner, deine Beziehungen leiden und auch deine Wahlmöglichkeiten in deinem Leben insgesamt werden geringer.

Die Auslöser und die Vermeidung dieser Auslöser bestimmen schließlich dein Verhalten und damit dein ganzes Leben. Betrachtest du die Auslöser als wichtige Hinweise für deine Selbstheilung, dann wirst du entdecken, dass du sie integrieren und überwinden kannst. Wenn du dich wieder deiner Sexualität stellst, wirst du dich auf die Stressauslöser zubewegen, und sie nach und nach überwinden.

Sexuelle Selbstheilung und Resilienz

Deine sexuelle Selbstheilung wird dir ermöglichen, die Auslöser des Schadens aus der Welt zu schaffen und wieder selbstwirksam zu werden. Du wirst die Bedingungen für Nähe zu anderen verstehen lernen. Du wirst lernen sie einzufordern und einzuladen, weil du gelernt hast, was dafür nötig ist. Du wirst deine Wünsche und Vorlieben, aber auch deine Grenzen kennen und dein Sexualleben nach deinen eigenen Bedürfnissen gestalten.

Du hast die traumatische Erfahrung überstanden, also bist du stärker, als das was dir widerfahren ist. Daher bist du auch stark genug, dich bewusst mit deinem Inneren zu konfrontieren. Du wirst wieder resilient, stark und mutig werden. Und dabei die Qualitäten Stärke, Wärme, Begehren, Mut und vor allem Würde, wieder in dir finden und stärken.

Der Beitrag Arbeit mit Folgen von sexuellem Trauma erschien zuerst auf Avada Classic.

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